Joachim Hiller

2. März - 22. März 2014
Joachim Hiller (*1933), Malerei
Eröffnung Sonntag, 2. März, 16 Uhr
Es spricht Dr. Peter Lodermeyer

"Rätsel geben dem unbefangenen Betrachter […] die ganz unterschiedlichen Techniken auf, die Hiller in seinen Arbeiten zur Anwendung bringt. Doch eines kann vorab gesagt werden: Auch wenn manche seiner Bilder an digitalisierte Strukturen denken lassen, Hiller arbeitet ausschließlich mit „analogen“ mechanischen Verfahren, niemals mit digitaler Fotografie oder Computerhilfe. Hochkomplexe übereinandergelegte Liniengeflechte; vielteilige geometrische Strukturen, die an Gebirgsfaltungen oder mikroskopische Aufnahmen denken lassen; mauerartige Strukturen mit Schattenwürfen oder Staubablagerungen, die jeden Moment in der Größenskala umspringen und an Satellitenfotos von Städten oder unbelebten Landschaften erinnern können; verwirrend interferierende Wellenmuster, die wie Wasserreflexe funkeln und zugleich abstrakte Farbkompositionen vorstellen; auf Papier gebannte Eisblumen; Wolken aus Farben, die in lebhaftester Bewegung ins Bild gesetzt sind – Joachim Hillers Erfindungsreichtum an Motiven entspricht eine ungeahnte Vielfalt an technischen Innovationen, die ihresgleichen suchen.

Neben traditioneller Malerei mit Pinsel, Farbe und Leinwand findet sich in seinem Werk die Verwendung so ungewöhnlicher Materialien wieGlas, Sand, Zement oder Spachtelmasse. Hiller erweitert die Möglichkeiten der Malerei, indem er mit Sprühpistolen arbeitet, mit Druckluft Pigmente über die Leinwand bläst, Frottagen von Reliefs auf Folien fertigt, von denen er die Farbe anschließend auf Leinwände überträgt usw.

Als gelernter Werbegrafiker kennt Hiller keine Vorurteile gegenüber Techniken und Materialien. Er ist primär an den Ergebnissen, d.h. an den Wirkungen der von ihm erzeugten Strukturen interessiert und nicht an dem, was man traditionell die „Handschrift“ des Künstlers nennt."

 
Beckmann Bergerin Bonnet
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